Es sprießt

Das Projekt Blumenwichteln ist nicht in Vergessenheit geraten – es wächst mir eher über den Kopf! Ich hatte einen Zwischenstand mit kleiner Anleitung geplant, alsbald das Vorhaben aber mit weiterem Foto- und Datenaufkommen verschüttet und nun wieder gehoben.

Wie es besonders schnell sprießt – eine Anleitung für Saaterfolg

Ich keime Samen vor.

Dafür verwende ich eine dicht schließende Dose, Küchenrolle und Leitungswasser um mir ein prima Klima zum Vorkeimen der Saat zu basteln.

Ein mehrfach gefaltetes Küchenkrepp in der Dose so nass machen, dass es gut durchtränkt ist, aber kein Wasser mehr stehen bleibt oder beim Kippen der Dose sich sammeln kann. Die Saat darauf ausstreuen. Deckel schliessen.

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Nach 1-2 Tagen, die die verschlossene (!) Dose auf der Heizung steht, sieht es darin so aus:

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Gurkenkeimlinge nach nur einem Tag (!) in der Dose

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Und so sah mein „Buntes Erblühen“-Blumenwichtel von Sandra und meine Ringelblumen nach 2 Tagen in der Dose aus. Fast jede Saat ist auch gekeimt.

Dieser Trick holt übrigens auch aus „altem Saatgut“ das Beste raus!

Und nun?

Allerhöchste Zeit zum Umzug in das Fensterbank-Anzucht-Gewächshaus. Darin verwende ich Kokos-Quelltabs, die aufgequollen die Keimlinge aufnehmen.

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Das Wasser sollte nach dem vollständigem Aufquellen nur noch in den Ritzen und Senken stehen – wenn es so schwimmt wie hier, dann dringend abgiessen – Staunässe ist der beste Nährboden für Schimmelbildung. Und: Deckel drauf! Der sorgt für das Halten von Feuchtigkeit und Wärme, die die Keime brauchen.

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Es dampft für „Mich kann man essen II“, meine Paprika, Artischocken, Gurken und meinen Referenz-Wichtel. An meinem Ost-Fenster ist es schön hell. Täglich wird das Gewächshaus gelüftet und ggf. vorsichtig bewässert – dann kann auch nix gammeln. Mit den Quelltabs ist die Anzucht eine rundum saubere Sache.

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Es geht aber auch anders

Nachdem meine Quelltabs dank Sandras großzügiger Lieferung aufgebraucht waren, musste die herkömmliche Anzuchtschale mit frischer Blumenerde für den Umzug der Keimlinge („Buntes Erblühen“ links, „Mich kann man essen I“ rechts) herhalten. Und wenn dann noch die Haube kaputt geht, muss die ungenutzte Gemüseschale aus dem Kühlschrank als Haube einspringen.

Da die Ostseite bereits belegt ist, nehmen die Keime auch die Nachmittagssonne des West-Fensters in Kauf. Auf der Fußbodenheizung ist noch viel kuscheliger… So kuschelig, dass nach weniger als einer Woche die ersten Blümchen mit drei bis vier Blättern bereits an die Gemüseschalen-Haube stiessen, sich gegenseitig das Licht nahmen und eine neue Bleibe forderten!

Verdächtige Blattformen bestätigten erste Verdachtsmomente, die schon beim Betrachten der Saat „Buntes Erblühen“ aufkamen… Dazu und zur nächsten Blumen-Wichtel-Bleibe demnächst mehr!

Lasst es sprießen!

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5 Kommentare

  1. Tausend Dank für Deinen Tipp mit dem Vorkeimen. Freue mich schon sehr auf meine erste Kapuzinerkresse. Davon habe ich schon zwei Päckchen erfolglos in Erde versenkt – jetzt schauts besser aus 😉
    LG
    Martina

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