I love to blog (Short Stories #5)

Als Blogger-Neuling sollte ich wohl besser titeln

I love to „probier-mich-aus“!

Mein Weg zum Bloggen war kurz aber intensiv: Aus meinem einfachen Wunsch geradeaus nähen zu lernen entstand -beim verzweifelten Versuch den Faden richtig in die Nähmaschine einzufädeln- zunächst eine Bekanntschaft mit Youtube-Tutorials, dann eine Patchworkdecke. Aus den ersten anerkennenden Blicken resultierte eine Stoff- und eine Schnittmustersammlung. Das Auffinden von DIY Blogs, die häufig alle meiner Faibles verbanden, ließ schließlich große, überbordende Anerkennung für die Leistungen, Ideen und Unternehmungen von Kreativ-Blogerinnen erwachsen.

Und das Beste: In meiner Blogroll fand ich Gleichgesinnte und Fähige in der gleichen Lebensphase. WOW! Da stellte sich mir die Frage, wie auch ich diese tolle Selbstdarstellung für mich nutzen könne….so rein technisch….?

Ein Suchergebnis und ein paar Testclicks machten mich von jetzt auf gleich selbst zum Blogger. Hoppela!

Nun sitze ich regelmäßig spätabends vor dem Rechner und versuche meinem Blog mit Beiträgen Leben einzuhauchen und seinen seichten Herzschlag per regelmäßigen Posts aufrecht zu erhalten. Da ich der Meinung bin, jede Botschaft braucht das passende Bild zur Unterstreichung,  renne ich mit Kamera bewaffnet durch die Gegend, um die passenden Fotos zu schießen. Ich wurste mich durch Bildbearbeitungsprogramme – um dann doch ein zu dunkles Bild zu posten.

Aber genau so, wie eine Schwangerschaft nicht in wenigen Wochen erfolgreich zu Ende und das Kind proper und quietschfidel auf die Welt gebracht werden kann – bin ich nun auf dem Weg zum funktionierenden Blog wohl erst im Stadium „frisch-Blog-trächtig“. … Nur, wie schon im Leben 1.0, werde ich von der Erkenntnis allein, dass „Gut Ding Welle braucht“, leider nicht geduldiger!

Was hat das Bloggen mir bisher gebracht? Stimmungsschwankungen – was auch sonst in der Frühschwangerschaft…. Bloggen ist toll – aber VERDAMMT, warum clickt keiner????????

Balanceakt zur goldenen Zukunft

 

Ich freu mich über Leser, die unverhofft in der Statistik auftauchen, über eine Hand voll (YEAH!) Follower – besonders über „Wildfremde“. Aber ich bin auch zutiefst frustriert, wenn den aufwendigsten aller bislang geschriebenen Beiträge N I E M A N D liest … nicht einmal Mutter oder Mann!

Ich hege jetzt noch größerer Bewunderung für all die Ladies, die formvollendet, bildgewaltig, perfekt ihre Ideen in ihren Blogs inszenieren. Ihr lehrt mich Demut und zeigt mir, was ich noch alles lernen darf.

Eines schönen -fernen- Tages werde auch ich hoffentlich Anerkennung und Bestätigung von meinen zahlreichen Lesern erhalten, zur Community gehören, viele Gleichgesinnte online wie offline treffen und meine Kreativität für andere befruchtend zumindest im Netz verteilen.

Fürs Erste will auch ich einen Ausgleich für Kinder und Haushalt. Ich will Aufmerksamkeit für meine Selbstdarstellung. Auch ich will, dass meine Projekte beachtet werden und jemanden inspirieren. Ich will schreiben, bis nichts mehr zu sagen ist – ausreden. Ich will kontrovers diskutieren, meine zuweilen stark polarisierende Meinung auch gegenüber kritischen Kommentaren vertreten müssen. Soviel ist sicher.

Mein mit dem Bloggen verfolgtes Ziel lässt sich darüber hinaus nur vage und erst recht nicht operationalisierbar formulieren: Lebenslanges Lernen. Ich will meinen Horizont parallel zur Kinderaufzucht weit halten und Ideen zur Ausgestaltung meiner Zukunft (auch der beruflichen) sammeln und diese auf Zukunftsfähigkeit prüfen. Ich will mich testen: Kann ich jemanden mit Texten und Bildern einfangen, ihn inspirieren, ihn bei der Stange halten und schließlich dazu bewegen, mir zu „folgen“?

Wer gibt mir Tipps und sachdienliche Hinweise, wie ich dieses ferne Ziel erreichen kann? Wer zeigt mir meine (mangelnden?) Potenziale und Chancen im Leben 2.0 auf? WER VERDAMMT LIEßT ÜBERHAUPT WAS ICH HIER MACHE?

Dieser Text wurde inspiriert durch die monatliche Aufforderung von Andrea von „jolijou“ und Biene von „Was eigenes“ mit persönlichen Texten ans Schreiben und Lesen zu appellieren. „I love to blog“ ist das von ihnen für die Schreibchallenge im Mai 2014 vorgegebene Thema. Viele tolle Texte anderer, erfahrener Blogger findet ihr HIER.

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3 Kommentare

  1. ICH habe gelesen *finger in die höhe streck* und finde, du hast einen witzigen schreibstil. ich komme sicher noch einmal wieder, einfach (weiter) machen… ;0)
    sonnige grüße!
    stefanie

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  2. mir gefällt dein geschmack beim blog-outfit
    und ich spüre deine begeisterung

    leser musst du auf deine spur locken…
    tu das, was du dir von andern wünschst

    klick dich durch diverse blogs. kommentiere. drück‘ gefällt mir.
    sie werden es dir dann schon nachmachen 😉

    Gefällt mir

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