Grüne (?) Kleidersammlung

Schwachsinn als Prinzip

Was hab ich mir denn da überhaupt vorgenommen? Nachhaltiger Umgang mit Klamotten…. Da musste ich selbst erstmal die Suchmaschinen anwerfen. Und was stellte ich fest?

Ich bin in allerbester Gesellschaft!

Und zwar sowohl mit dem Kaufen als auch mit dem Ansatz umzudenken. Der konsumkritische Blog „konsumpf“ beschreibt „mein“ Problem in einem Post wie folgt: „Jeder Deutsche kauft im Schnitt fünf neue Teile pro Monat. Pro Jahr 60 Klamotten mehr im Kleiderschrank – das ist auch der Durchschnitt in anderen Industrienationen. Getragen wird nur ein Bruchteil dessen, was wir an Kleidung haben. Selbst umweltbewusste junge Frauen gaben bei Befragungen an, dass bis zu 40 Prozent ihrer Kleidung Schrankhüter sind.“

 

Hilfe - Mutter hat einen Berg Klamotten angehäuft

 

Ein Beitrag im Zeit Wissen Magazin betitelt: „Wegwerfen und Neukaufen als Prinzip“. Der Autor macht das „System Fast Fashion“, also die Verkürzung der Produktionsstrecken der Bekleidung auf nur wenige Wochen, Grundlage des quasi permanenten Erscheinen neuer Kollektionen in den Läden, verantwortlich für den Anreiz ständig seine Garderobe erneuern zu müssen. Billiganbieter bieten die neuesten Trends für jeden erschwinglich an.  Das sorgt für jede Menge Müll (ein Europäer verbraucht 20 Kilogramm Textilien pro Jahr, der Amerikaner sogar 30 kg) und führe zu einem stark ansteigendem Bedarf an Baumwolle.

 

Stoppt die Verschwendung

 

„Die Billigproduktion und der schnelle Modezyklus gehen zulasten von Arbeitern, Umwelt, Klima und der Gesundheit derjenigen, die die Kleider am Ende tragen“ so das Magazin. Chemische Zusätze in Textilien schaden Arbeitern und ggf. auch den Käufern. Schnäppchenkäufer tragen und waschen Kleidung gar nicht ausreichend häufig um in den Kleidern enthaltene Schadstoffrückstände zu beseitigen.

 

tieferer Einstieg in die Kleidersammlung verboten!

 

Gesucht werden müssten also Alternativen zum Konsum. Greenfashion, Reperaturkaffees oder Redesign, also Upcycling bietet der Autor des Zeit Artikels dem Leser als Lösung an.

Puh, da hab ich ja Glück gehabt: ich bin also nur Opfer des „Systems Fast Fashion“. Damit wäre zumindest das „Warum hab ich soviel Klamotten angehäuft?“ geklärt. Ich bin lediglich dem Trend gefolgt (….tausende Fliegen können nicht irren: fresst Scheiße)?!?!

 

Suchtverhalten

 

Gewaschen hab ich die Kinderkleidung definitiv auch oft genug. Ich hab sie nicht weggeworfen… Unser Abnehmer hat quasi noch bessere, da schadstoffreie Kleidung und darf sie Reparieren oder um-nutzen. Ist jetzt mein Gewissen beruhigt? Hatte der Schwachsinn doch Sinn?

 

Spielregeln

 

Nee…. Die Feststellung, dass ich nicht allein konsumwütig bin hat mit der angestrebten Nachhaltigkeit bislang nix zu tun. Ich werde mich weiter umschauen und schlau machen…

Seid ihr schon schlauer? Bitte helft mir mit Euren Meinungen, Ideen und Anregungen den „richtigen“ Blick auf die Dinge zu finden und Alternativen zu entdecken. Kommentiert und kritisiert!

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