Belastender Haufen ausrangierte Kinderklamotten

Schwachsinn

Wo wir schon beim Sinn waren… Macht es Sinn, dass 2 Frauen für 2 kleine Mädchen mehr als einen Kubikmeter Babyklamotten in den Größen 56 bis 74 angehäuft zu haben? Nun, aus dem umsatzschwangeren Blickwinkel der Klamottendiscounter sicher. Aus der Sicht asiatischer Näherhände vielleicht bedingt durch den kargen Lebensunterhalt der für sie bei dem Irrsinn abfällt. Für den, der diesen mittlerweile mehr als flüssig, nämlich ÜBER-flüssig, gewordenen Haufen beherbergen muss, definitiv NICHT! Ich drohte in meiner Hobbykamenate an unserer einstigen Kaufwut zu ersticken.

Wohnzimmer Kleidertrödel

Mein erster Versuch dankbare Abnehmer zu finden, startetet ich bereits im Rückbildungskurs nach der Geburt unseres zweiten (männlichen!!!) Zwerges. Mein mit Umsicht und viel Mühe hergerichteter rosa-pinker Wohnzimmer-Klamottenmarkt brachte eine Erleichterung um gerade Mal 2 größere Beutel mit Sommerklamotten, Dreieckstüchern und wenigen Mützen gegen eine überschaubare „Aufwandsentschädigung“.

Mädchen-Klamottenberg

Ich „googelte“ im folgenden ausgiebig nach Sekondhand-Läden in Berlin, die pauschal ankaufen. Fand jedoch fast ausschließlich Kommissionsangebote mit anschließender Entsorgungsgarantie. Aber wozu um Himmelswillen sollten diese Läden sich mit dem scheinbar wertlosen Zeug belasten? Mühsame Foto-Dokumentation und Zusammenstellen von Sets für Klamottenbörsen schienen mir -im Schatten dieses Klamottenbergs betrachtet- weniger attraktiv als ein entspannter Nachmittag an der Nähmaschine. Alles in Kisten zu verpacken (nehmen die auch Paletten?) und auf gut Glück an Internet-Klamottenbörsen senden und auf Vergütung hoffen, eine wage Chance.

Nun ist uns endlich der „Befreiungsschlag“ gelungen und es hat sich tatsächlich ein dankbarer, noch später gebärender Abnehmer aus dem Bekanntenkreis für einen beträchtlichen Teil des Klamottenbergs gefunden, dem unsere Last noch ein paar Euros in die Sparschweine der einstigen Besitzer wert war. Fast schon verwunderlich…..

Befreiungsschlag

Wie kommt es nun dazu, dass getragene, aber intakte und saubere Kleidung niemandem etwas mehr wert ist? Wieso waren wir der Meinung 30 Bodies und ebenso viele T-Shirts je Größe für 2 Mädels im perfekten und auch jahreszeitlich günstigen Abstand zu benötigen? Ich hab keine Lust mehr auf diese Klamotten zweifelhafter Herkunft und Qualität, auf den Einkauf wegen omnipotenter Verfügbarkeit zum Schnäppchenpreis. Ich wiedersage! Es kann sicher auch anders gehen. Wie schön es ist, wenn das Kind auch mal was spezielles, einmaliges anhat, hab ich ja nun schon getestet. Das man Klamotten so gestalten kann, dass sie länger als ein paar Wochen tragbar sind, hab ich erfahren. Mein nächster Versuch wird nun sein, etwas mehr Nachhaltigkeit in die Kinderbekleidung zu kriegen: Klamottendiscounter-Mama testet nachhaltendes Nutzungsverhalten. Nehmt daran teil: Begleitet mich dabei, inspiriert mich, zeigt mir andere Wege auf.

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3 Kommentare

  1. Liebe Anja, da hast du sooo Recht. Ich wunder mich auch immer über die Berge!!! Ich mach mit und baue jetzt auf liebevoll ausgesuchte Outfits – und keine Massen mehr. Schönes Wochenende dir!
    Claudia

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    1. Ist aber nicht einfach! Stehe gerade wieder vor dem „Problem“ keine Leggins im praktischen 3er Angebotspack zu kaufen. Der Berg vorhandener Hosen ist gerade spontan auf 2/3 Länge geschrumpft. Und der Verbrauch ist diametral zum Windelverbrauch gestiegen. Aber es wird ja eh Sommer….

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